Motorradhotels und Bikerhotels im Harz

Die Motorradtouren als Wirtschaftsfaktor für den Tourismus

Die Motorradtour oder besser der Motorrad-Urlaub ist für die Motorrad-Hotels im Harz in dieser Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Was einst nur eine Hand voll Hotels und Pensionen anbot ist heute bei jedem Gastgeber im Harz im Programm. Man könnte sogar sagen, dass die Schilder mit „Bikers Welcome“ überflüssig geworden sind. Alle Unterkünfte im mitteldeutschen Gebirge haben mittlerweile erkannt, dass die Motorrad-Urlauber eine finanz-starke Gästegruppe ist. Kaum ein Motorrad-Fahrer oder Biker, der auf eine Motorradtour in den Harz startet, ist angehöriger einer Motorradgang, fährt ein zu lautes Motorrad oder kann sich im Hotel nicht benehmen.

Motorradhotel im Wandel der Zeit

Motorradhotels im Harz sind keine einfachen Unterkünfte mehr. Motorradfahrer steigt nun überwiegend in 3-Sterne Hotels im Harz ab, geniessen ihren Aufenthalt im Komfortzimmer und freuen sich über Kontakt zum Gastgeber. Kleine Zusatzleistungen vom Motorradhotel sind immer gern gesehen, wie z.B. geführte Motorradtouren, eine Garage oder einfach nur Routentipps für den Harz. Es gibt natürlich immer noch Unterkünfte, die Motorrad-Fahrern in erster Linie ein Bett, sowie viel Alkohol und Fleisch zu guten Preisen anbieten, doch in der Regel übernachtet diese Gästegruppe mittlerweile in komfortableren Hotels und Pensionen.

Veränderung parallel zum Motorradkauf

Allein wer sich heute sich die Motorräder vor den Motorradhotels anschaut, wird feststellen, dass hier eigentlich der Ursprung des Wandels ist. Vor einigen Jahren waren es die Einsteiger-Motorräder wie eine Suzuki GS550 oder eine Honda CB500, die an der Spitze der verkauften Motorräder standen. Heute hat sich das Blatt gewendet. Die BMW R1200GS mit einem Verkaufspreis von über €15.000 führt mittlerweile seit Jahren die Liste der verkauften Motorräder in Deutschland an. Auch dahinter sind Motorräder in diesem Preissegment. Dies zeigt die höhere Kaufkraft der heutigen Motorrad-Fahrer. Sie sind älter geworden und sind auch bereit, mehr Geld für ihr Hobby auszugeben. Das betrifft jetzt nicht nur das Motorrad selber sondern auch den Motorradurlaub. Hiervon profitieren natürlich die Motorradhotels und Bikerpensionen.

Wieso der Harz als Motorradregion?

Der Harz ist für einige Motorradfahrer ideal, da er in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die höchste Erhebung Norddeutschlands ist. Die Zahl der Motorradfahrer aus dem Norden (hoch bis Dänemark), sowie Berlin und Brandenburg die hier Motorradhotels und Pensionen im Harz buchen ist enorm. Es ist die erste kurvenreiche Motorradregion. Der Tourismus im Harz sowieso eher auf dem absteigenden Ast ist und eigentlich nur die Städte am Harzrand wie Goslar, Wernigerode oder Quedlinburg steigende Gästezahlen verbuchen können, sind die Motorradfahrer und Biker bei allen willkommen. Der Motorradurlaub zwischen Mai und September wird von vielen Hotels und Pensionen mit im Budget eingeplant. Daher bieten nun auch viele geführte Motorradtouren in den Harz an, schreiben Motorrad-Urlaubs-Angebote und Pauschalen und legen sich sogar selber ein Motorrad zu, um hier einfach mehr Erfahrung in der Harzregion bezogen auf die kurvenreichen Strecken zu bekommen.

Qua vadis Motorrad-Tourismus?

Wer nun glaubt, dass der Motorrad-Tourismus ins Unendliche steigt, hat sich getäuscht. Sicherlich können wir hier gefühlt immer mehr Gäste zu ihrem Motorradurlaub im Harz begrüßen. Alle Motorradhotels und Pensionen profitieren aktuell davon. Doch es gibt hier 2 Faktoren, die beachtet werden müssen.

Fehlender Nachwuchs an Motorradfahrern

Die Motorradfahrer werden im älter und die Fahrschulen können kaum Anmeldungen für einen Motorradführerschein verzeichnen. Das liegt zum einen am erweiterten Freizeitangebot und natürlich an den doch gestiegenen Kosten. Der Führerschein und auch das Motorrad selber entwickeln sich langsam zu einem Luxusartikel, den sich gerade junge Menschen nicht leisten können.

Die fehlende Nachhaltigkeit – Motorrad fahren ohne Rücksicht

Es hört sich schlimm an und genauso ist es auch gemeint. Viele Motorradfahrer nehmen in keinster Weise Rücksicht auf ihre Umwelt. Sie fahren bei ihrer Motorradtour durch den Harz zu schnell. Sie entfernen unerlaubterweise ihre db-Killer aus den Endschalldämpfern ihres Motorrades und setzen durch gewagte Überholmanöver andere in Angst und Schrecken. Dazu kommen Unfälle, die oft ein trauriges Ende haben, aber in den Köpfen vieler bleiben. Auch hier im Harz ist das Image der Motorradfahrer nicht gerade ansteigend. Es muss einfach eine Art Nachhaltigkeit geschaffen werden, um Streckensperrungen für Motorradfahrer in der Zukunft zu vermeiden.