Harzer-Hexen-Stieg Etappe 1

25km von Osterode am Harz nach Altenau

Der erste Wandertag startete mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages und führte weiter zum üppigen Frühstück des Hotels. Nach dem Check-out musste ich erst den Prolog zum Startpunkt des Harzer-Hexen-Stieges hinter mich bringen. Das waren 1.200m immer entlang der kleinen Söse.

Um genau 9:32Uhr startete ich nun mein richtigen Wanderurlaub im Harz. Die Strecke führte auf dem Hundscher Weg stetig bergauf. Auf Höhe der Wiesenflächen und kurz vor dem Beginn des Waldes lohnt sich der Blick zurück nach Osterode am Harz. Besonders die weiße Gipskante des Karstgebietes fiel mir ins Auge.

Auf dem historischen Eseltreiberweg, auf dem die Osterode mit Esel die Bergleute im Oberharz mit Getreide versorgten, traf ich nach 3km auf den Eselsplatz. Auf dem Harzer Hexenstieg gibt es übrigens grüne Stempelkästen an verschiedenen Punkten. Besorgt man sich vorab das Stempelheft kann man am Ende der Wanderung ein Hexenstieg-Abzeichen holen, wer dann zusätzlich weitere Stempel sammelt, kann bis zum Harzer Wanderkaiser aufsteigen. Die Harzer Wandernadel ist eine schöne Abwechslung. Die nächsten 10km waren nun breite Forstwege. Oberhalb von Lerbach war eine Art Gästebuch, in der die Hexen-Stieg-Wanderer Namen und Datum eintragen konnten.

Heute war ich der 4. Harz-Urlauber und dabei hatte ich keinen anderen Wanderer getroffen. Vorbei am Mangelhalber Tor und dem Ackerblick erreichte ich das Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserregal”, das ein Highlight auf der Wanderstrecke durch den Harz ist. Hier dienten künstlich angelegte Teiche, mehr als 500 km Gräben und 30 km Wasserläufe der Wasser-, sprich Energieversorgung der Bergwerke in Clausthal-Zellerfeld und Umgebung. Unter Denkmalschutz stehen heute 65 Teiche, 70 km Gräben und 21 km Wasserläufen, die unterhalten werden und voll funktionsfähig sind. Eine unglaubliche Ingenieursleistung, die mich bis hinter Torfhaus immer wieder begleiten sollte.

Der Hexen-Stieg führte mich weiter über den Sperberhaier Damm. Eine Art Aquädukt, um das Wasser des Dammgrabens über das Tal zu bekommen. Am Ende das Damms war das Dammhaus erkennbar, ein Café- und Biergarten, der mich direkt zu einer Wanderpause einlud. Erholt ging es auf die letzten Kilometer der heutigen Hexenstieg-Etappe, vorbei an der braunen Eisenquelle über die Skiwiese Rose nach Altenau. Ich mußte allerdings dem Harzer-Hexen-Stieg noch 2km bis zur Pension “Landhaus am Kunstberg” folgen.