Oxfam Trailwaker Training Hohenwarte
Veröffentlicht am: 17.07.2011
Oxfam Trailwaker Training an der Hohenwarte Talsperre
Ein kleiner Teil des Hotel Harzer Hof Teams "4xZirbus" nutzte ein Paar Tage Urlaub, um in einer anderen Region für den Oxfam Trailwalker zu trainieren. Nach dem man vor der Haustür die Trailwalker-Strecke, den Harzer-Hexen-Stieg und Harzer Baudensteig größtenteils oder auch des öfteren erwandert hatte, wurde nun der Hohenwarte Rundwanderweg ausgewählt. In verschiedenen Abschnitten sollte ein Teil des über 70km langen Weges getestet werden.
Ausgangspunkt war das Saaletal "Alter". Schon die ersten Kilometer versprachen nicht nur ein schönes, sondern auch ein anstrengendes Wandererlebnis. Wer hier nun glaubt, dass ein Weg recht wassernah um die Talsperre geht, hat sich getäuscht. Nach 5km trieb uns der erste große Anstieg von 315m üNN auf 508m üNN bei einem 1,85km langen Abschnitt den Schweiß ins Gesicht. Dieses Profil sollte sich schneller wiederholen als uns lieb war.

Nach einem schönen Blick auf die Staumauer kam der Belastungstest für Oberschenkel und Knie. Es ging wieder runter bis auf 253m üNN zum tiefsten Punkt des Wanderweges. Wer ganz unten ist, muss auch wieder hoch. Auf den nächsten 4km kletterten wir vorbei an der Staumauer hoch zum Becken Hohenwarte II auf 554m üNN.

Dieses rein künstliche Becken ist so zu sagen der Nachtspeicher des 62 Mega-Watt starken Wasserkraftwerkes. Hier wird nachts das Wasser der Saale hochgepumpt um dann bei höherem Tagesbedarf wieder abgerufen zu werden.

Der Bereich hinter dem Becken ohne Blick auf den Stausee ist landwirtschaftlich geprägt. Kleine Alleen mit Kirsch- und Apfelbäumen prägen den Wanderabschnitt. Hinter dem Ort Munschwitz vorbei an einem Brunnen des St. Jakob Weges tauchten wir wieder in das Waldgebiet hinein. Im folgenden Abschnitt nahmen wir unser Mittagessen in Form von Himbeeren und Walderdbeeren ein. Auch einige Pfifferlinge sproßen am Wegrand aus dem Waldboden.

So schön einer der vielen Saaleblicke dann auch war, kamen wir zu einem weniger schönen Weg. Viele Bäume versperrten uns den Weg und zwangen uns förmlich in ein Bachbett. Einfach mangelhaft. Auch die Ausschilderung brachte uns manchmal ins Grübeln, was auch dazu führte, dass wir einmal hinter Neidenberga auf dem falschen Weg unterwegs waren. Schade.

Kurz vor der Fähre zur Linkmühle zeigte sich noch der Drachenschwanz in der Saale und genau zu diesem Zeitpunkt schipperte das Wikingerboot vom "Alter" an dieser Stelle vorbei.

Das Übersetzen mit der Fähre bildete für uns den Endpunkt der Strecke auf dem Hohenwarte Rundweg.
Insgesamt waren wir 54,5km (nicht nur auf dem Rundwanderweg) unterwegs und legten über 1.800 Höhenmeter zurück. Der Rundweg ist wirklich zu empfehlen, trotz der nicht immer eindeutigen Ausschilderung und dem Windbruch. Man sollte aber nicht das ständige und abschnittweise heftige Berg-auf-Berg-ab unterschätzen.

Höhenprofil des Rundwanderweges Hohenwarte von Saaltal Alter bis Altenroth.
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mit Interesse habe ich Ihren Tourbericht um Hohenwarte gelesen. Leider ist Ihnen entweder etwas falsches vermittelt worden oder es handelt sich um eine Verwechslung.
Unter Bild 2 wurde angegeben, dass das Oberbecken der Nachtspeicher für die 63-MW-Maschinen ist. Dies ist so nicht richtig. Hohenwarte besitzt zwei Oberbecken. Das eine ist der Hohenwartestausee selbst. Er dient den dem Pumpspeicherwerk Hohenwarte I (63MW) als Wasserspeicher. Das von Ihnen angefahrene Oberbecken dient dem 1964 gebauten Pumpspeicherwerk Hohenwarte II (320MW) als Nachtspeicher. Wenn Sie noch mehr erfahren wollen, schauen Sie doch einfach mal auf unsere Seite http://www.gemeinde-hohenwarte.de/pumpspeicherkraftwerk.htm
Ansonsten bleibt mir nur noch, Ihnen \"Hals und Beinbruch\" zu wünschen.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Drieling
Bürgermeister Gemeinde Hohenwarte
vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich hab da wohl etwas verpeilt. Es ist auch noch ein zweiter Fehler drin, denn es ging erst hinter Steinsdorf wieder zurück in den Wald.
Ich muss zusammengefaßt noch mal sagen, dass das ein sehr schöner Aufenthalt in Ihrer Gegend war. Übernachtet haben wir in Bucha/Saalthal/Alter in einem Bungalow. Neben dem Wandern waren wir natürlich in den Feengroten/Saalfeld und in der Gasmaschinenzentrale \"Maxhütte\" in Unterwellenborn. Zu guter letzt gab\'s dann noch ein schönes Wildgericht mit echten Thüringer Klößen.
Ich werde garantiert wiederkommen, allein schon um die letzten Kilometer des Rundwanderweges Hohenwarte abzugehen.
Viele Grüße vom Harzrand
Stephan Zirbus